CDU möchte Einrichtungen bei neuer Erzieherausbildung unterstützen

05.05.2019

Die CDU-Fraktion beantragt, dass die Verwaltung prüft, wie hoch die zusätzliche finanzielle Belastung der Träger der Kindertageseinrichtungen durch die neue Ausbildungsordnung sein wird. Außerdem möchte die CDU wissen, in welcher Form die Stadt Bocholt die Träger finanziell unterstützen kann.

Ab dem Schuljahr 2020/21 beabsichtigt das August-Vetter-Berufskolleg in Bocholt den Studiengang der Erzieherausbildung als Praxisintegrierte Ausbildung (PIA) anzubieten. Die Neuausrichtung hat unter anderem zur Folge, dass die Träger der Kindertageseinrichtungen den Studierenden eine Ausbildungsvergütung zahlen, unabhängig davon, ob die Studierenden überhaupt in der Einrichtung sind oder an anderen Praktika sowie schulischen Veranstaltungen teilnehmen. Die CDU-Fraktion beantragt daher, dass die Verwaltung prüft, wie hoch die zusätzliche finanzielle Belastung der Träger der Kindertageseinrichtungen durch die neue Ausbildungsordnung sein wird. Außerdem möchte die CDU wissen, in welcher Form die Stadt Bocholt die Träger finanziell unterstützen kann.

„Wir begrüßen die Entscheidung, die Erzieherausbildung zukünftig als Praxisintegrierte Ausbildung anzubieten. Hierdurch wird jungen Menschen und Seiteneinsteigern die Möglichkeit gegeben, Theorie und Praxis gleichzeitig zu erlernen. Außerdem wird die Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher durch die durchgängige Vergütung zukünftig attraktiver. Dies ist angesichts des Fachkräftemangels dringend erforderlich“, erklären die Stadtverordneten Elisabeth Kroesen und Barbara Fölting. „Es muss jedoch auch berücksichtigt werden, dass die Träger der Kindertageseinrichtungen durch die Neuausrichtung der Ausbildung vor finanziellen Herausforderungen stehen. Die CDU ist der Meinung, dass alle an der Ausbildung Beteiligten unsere größtmögliche Unterstützung verdient haben“, so die CDU-Stadtverordneten weiter.

Die CDU bittet die Verwaltung daher um Prüfung, in welcher Form die Träger der Kindertageseinrichtungen aus Mitteln des Landes oder des Bundes unterstützt werden. Zudem soll die Verwaltung prüfen, inwieweit aus Mitteln des städtischen Haushalts ebenfalls eine Unterstützung sinnvoll und möglich ist. Der Antrag wird Thema in der kommenden Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 16. Mai sein.
aktualisiert von Jannick Behrens, 05.05.2019, 14:28 Uhr