CDU-Anfrage zu Mikroplastik in Bocholt

18.06.2019

Durch welche Maßnahmen könnten Belastungen mit Mikroplastik in Bocholt verringert werden?

Durch welche Maßnahmen könnten Belastungen mit Mikroplastik in Bocholt verringert werden? Dies ist eine von mehreren Fragen, die die CDU-Fraktion für die kommende Sitzung des Umweltausschusses am 4. Juli stellt.

Barbara Fölting, CDU-Stadtverordnete, erklärt hierzu: „Mikroplastik ist nur schwer abbaubar. Sobald es in die Umwelt gelangt, unterliegen die winzigen Plastikpartikel weiteren Fragmentierungen, wodurch sie auch moderne Trinkwasseranlagen passieren können. So gelangen die kleinen Plastikpartikel auch in den menschlichen Körper, während die gesundheitlichen Folgen noch nicht abschätzbar sind.“ Daher sollten wir nach Möglichkeit dringend vermeiden, dass Mikroplastik in die Umwelt gelangt, fordert Fölting.

Doch genau das passiert zum Beispiel durch viele herkömmliche Kunstrasenplätze und Kleinspielfelder. Das Mikroplastik-Granulat wird über Niederschlag, Wind und Abrieb in die Kanalisation gespült und gelangt so in die Umwelt. Laut Herstellerangaben werden jährlich geschätzt 250 bis 4000 Kilogramm Mikroplastik bei einem modernen Kunstrasenplatz ausgetragen. „Auch wenn eine Sperrung der Kunstrasenplätze in Bocholt zurzeit nicht zur Diskussion steht, sollten wir uns überlegen, wie wir die Umwelt stärker schonen können“, so Fraktionsvorsitzender Burkhard Weber.

Die CDU-Fraktion möchte vor diesem Hintergrund wissen, ob es sich bei den Kunstrasenplätzen und Kleinspielfeldern in Bocholt um Systeme handelt, die die Aufnahme von Mikroplastikpartikeln in Gewässer verringern. Falls es sich jedoch um herkömmliche Kunstrasenplätze handelt, stellen sich für die CDU die Fragen, welche umweltschonenden Alternativen es gibt, ob die bestehenden Kunstrasenplätze umgerüstet werden können und welche Möglichkeiten bestehen, die Ausbringung von Mikroplastikpartikeln zu verringern. Außerdem möchte die CDU von der Verwaltung wissen, ob im Stadtgebiet noch weitere Quellen bekannt sind, von denen eine Belastung mit Mikroplastikpartikeln ausgeht und durch welche Maßnahmen hier die Belastungen verringert werden können.
aktualisiert von Jannick Behrens, 18.06.2019, 18:26 Uhr