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20.11.2018, 09:42 Uhr
Mehr Gewerbeflächen für zukunftsweisende Unternehmen
Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bocholt beantragt, mehr Flächen für Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Auch sollte verstärkt auf die Neuansiedlung zukunftsträchtiger Unternehmen gesetzt werden.
Für die Zukunft einer Stadt spielen die ansässigen Unternehmen eine wichtige Rolle. Sie schaffen Arbeitsplätze und tragen durch die Gewerbesteuer wesentlich zur Finanzierung der Stadt bei. Doch gerade in Bocholt entwickelte sich die Beschäftigung in den letzten Jahren nur unterdurchschnittlich. Als Grund gibt ein Gutachten von STADTRAUMKONZEPT, Dortmund, fehlende Flächen für Unternehmen an. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bocholt beantragt nun, dass die Stadtverwaltung dieses Problem angeht. Auch sollte verstärkt auf die Neuansiedlung zukunftsträchtiger Unternehmen gesetzt werden.

„Die zunehmende Globalisierung und Digitalisierung wird in den kommenden Jahrzehnten zu maßgeblichen Umbrüchen in der Industriestruktur führen. Dieser Wandel wird auch an der Region Westmünsterland nicht spurlos vorbeigehen. Daher ist es wichtiger denn je, neben aktiver Bestandspflege auch auf die Neuansiedlung zukunftsträchtiger Unternehmen zu setzen“, erklärt die CDU-Stadtverordnete Christina Herbrand. „Trotz der sehr guten und engagierten Arbeit der Bocholter Wirtschaftsförderung, funktionierte dies in den letzten Jahren nicht wie gewünscht. Grund dafür sind vornehmlich die mangelnden Industrie- und Gewerbeflächen. Daher sollten wir schnellstmöglich die im Industriepark möglichen Erweiterungsflächen bereitstellen“, so Herbrand weiter.

Damit dies zeitnah gelingt, müssen auch die Interessen der Umwelt und der Landwirte berücksichtigt werden. Hierzu erklärt der Vorsitzende des Umweltausschusses, Michael Wiesmann (CDU): „Auf Antrag der CDU hat die Stadtverwaltung bereits ein Handlungskonzept für Hochwasserereignisse erstellt. Dies beinhaltet unter anderem Entschädigungszahlungen für betroffene Landwirte. Außerdem können intelligente Entwässerungskonzepte dazu beitragen, dass eine Genehmigung sich nicht verzögert.“
Darüber hinaus fordert die CDU, dass bereits heute die nötigen Prozesse für die Jahre 2025 bis 2035 eingeleitet werden. Christina Herbrand: „Wir dürfen in den nächsten Jahren nicht wieder in die Situation kommen, dass wir interessierten Unternehmen keine Flächen anbieten können. Das Gutachten schlägt daher sechs Hektar zusätzliche Industrie- und Gewerbeflächen pro Jahr vor. Falls wir diesen Bedarf mit den heute schon ausgewiesenen Flächen nicht decken können, müssen wir aktiv auf eine Änderung des Landesentwicklungsplanes hinwirken. Die CDU-geführte Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag dafür Möglichkeiten eröffnet.“

Um zukunftsweisende Unternehmen nach Bocholt zu holen, schlägt die CDU in ihrem Antrag außerdem vor, Teile des Grundstückspreises auf zukünftige Gewerbesteuerzahlungen anzurechnen. Auch müssten die Verkehrsströme von den Wohngebieten zu den neuen Industrie- und Gewerbeflächen berücksichtigt und zusätzlich benötigte Wege, wie zum Beispiel durch den Nordring, geschaffen werden.

Die CDU-Fraktion hat den Antrag in die Stadtverordnetenversammlung am kommenden Mittwoch eingebracht.
aktualisiert von Jannick Behrens, 20.11.2018, 09:43 Uhr

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